3 Tage in Wrocław

Mit dem International Office nach Wrocław Die Lokale Erasmus Initiative der Philosophischen Fakultät II organisiert für alle Interessierten eine Studienreise nach Breslau: Datum: 01.-03.12.2016 Selbstbeteiligung: 20 Euro (inkl. Übernachtung in einer Jugendherberge und An-/Abreise mit dem Bus) Anmeldung: persönlich während der Sprechzeiten (täglich von 13-15 Uhr in DOR 24, Raum 3.412), bis Freitag, den 25.11.2016 Programm: Besuch der Universität Breslau, kulturelle Veranstaltungen, Besichtigung von Breslau  

Martin Reiner – Básník / Der Dichter

Das Fachgebiet Westslawische Sprachen der Humboldt-Universität zu Berlin präsentiert in der Reihe České slovo / Tschechische WortSchätze Tschechisch-deutsche Autorenlesung Martin Reiner BÁSNÍK / DER DICHTER (c) Pavel Reisenauer Ton- und Bildaufnahmen: Ivan Blatný Moderation: Dora Kaprálová WANN und WO: 31.10.16 • 19:30 • Zwitschermaschine • Potsdamer Str. 161 Martin Reiner – tschechischer Schriftsteller, Verleger und Kulturorganisator – veröffentlichte 2014 einen umfangreichen Roman über einen der bemerkenswertesten Dichter des 20. Jahrhunderts: Ivan Blatný (*1919 Brno, †1990 Colchester) erlebte zuerst einen enormen literarischen Erfolg in der Tschechoslowakei, nach seiner Emigration 1948 aber wurde sein Werk verboten und sein Name sollte aus der Tschechischen Literaturgeschichte ausgelöscht werden. Die Lebensgeschichte von Ivan Blatný gehört in Tschechien zu den großen tragischen Schicksalen des 20. Jahrhunderts. Martin Reiner beschäftigte sich damit dreißig Jahre lang. Sein Roman ist ein mitreißender Text, der den Leser nicht nur durch das Leben des Dichters begleitet, sondern auch durch den literarischen Kontext und die Orte, an denen Ivan Blatný lebte. Das Buch ist reich an bisher unbekannten Informationen und gleichzeitig sehr emotionsgeladen. Reiner erhielt für den Roman 2014 den Josef Škvorecký-Preis und 2015 den „Magnesia Litera“-Preis. In einer Umfrage der Tageszeitung Lidové noviny wurde sein Roman zum „Buch des Jahres“ gekürt. Der Zyklus „České slovo/Tschechische WortSchätze“ präsentiert in zweisprachigen Lesungen und Interviews zeitgenössische tschechische SchriftstellerInnen, die – oft auf Grenzpfaden jenseits des Mainstreams – verborgene Schätze des tschechischen Wortes ans Licht bringen. An den Übersetzungen und Übertiteln wirken Bohemistik-Studierende des Instituts für Slawistik der HU Berlin mit.  

3 Sprachen auf einen Streich?

Du hast in einer dieser slawischen Sprachen (Vor-)Kenntnisse und bist neugierig auf die jeweils andere(n) Sprache(n)? Das erwartet dich: Erlebnisse mit Aha-Effekt beim Verstehen sprachlich fremder Texte; Erkenntnisse über das Funktionieren verwandter slawischer Sprachen; Einblicke in den slawischen Sprach- und Kulturraum Wann? Am Donnerstag, den 20. Oktober, Workshop zu slawischer Mehrsprachigkeit (Polnisch–Russisch–Tschechisch) im Sprachenzentrum der HU. Anmeldung hier.

Bilingualität rettet die Grenzregion

Landrat der brandenburgischen Stadt Schwedt teilte dem Deutschlandfunk und der Märkischen Online Zeitung seine Zuversicht bezüglich der erfolgreichen Integration von Polen in seiner Region mit. Dem Bericht nach helfen sich Kinder in des Kitas gegenseitig beim Übersetzen – in beiden Richtungen DE-PL/PL-DE und zumindest die polnischen Kinder wachsen damit bilingual auf. Vor allem die Kindergärten sind den polnischen Neubürger_innen dankbar, denn ohne sie hätten sie schließen müssen. So bleiben jedoch viele Arbeitsplätze erhalten und neue werde geschaffen. Auf der Seite der Erwachsenen mangelt es aber noch an der Offenheit dem Polnischen gegenüber. Schwedts Vize-Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe betonte in Ihrem Interview, dass die Polen sehr gute Deutschkenntnisse haben, die Deutschen hätten mit dem Polnischen in der Grenzregion noch Nachholbedarf. Mehr dazu hier.

Werkstattgespräch: Dramenübersetzung und alltägliche Übersetzerpraxis

Einladung zu einem Werkstattgespräch mitHenning Bochert (drama panorama forum für übersetzung und theater e.V., Berlin): Dramenübersetzung und alltägliche Übersetzerpraxis Zum Vortragenden: Nach dem Schauspieldiplom an der UdK war Henning Bochert in einer Reihe von Produktionen u. a. in Berlin, Frankfurt am Main, Zürich beschäftigt. Seit 1996 zahlreiche Übersetzungen im Bereich dramatischer Literatur, z. B. Theaterstücke von Adam Rapp, Neil Simon, Martin Heckmanns, Christoph Hein, Ingrid Lausund. Einige Jahre an der Westküste der USA brachten Erfahrungen als Synchronübersetzer und –regisseur im Spielfilmbereich. Henning Bochert ist staat. gepr. Übersetzer. Er ist Mitglied des Künstlernetzwerkes raum4 e. V., wo er vorwiegend als Dramaturg für internationale Produktionen tätig ist. Er schrieb mehrere Theaterstücke, z. B. Übersee (UA 04.03.2004, Horch & Guck Leipzig, R: U. Hüni), Dystopia (2004, szen. Lesung, R: E. Köhler, M. Portmann), Aschenputtel (UA 25.10.2008, TdA Stendal, R: E. Köhler). Mehr hier: www.henningbochert.de. Wann: Mittwoch, 20.07.2016 ab 12.15 UhrWo: Institut für Slawistik, Dorotheenstr. 65 (5. Stock), Raum 5.57

Tschechisch-slowakischer Filmabend

Doku-Drama, Slowakische Republik 2015, 57 min Regie: Michal Baláž, Noro Držiak Sprache: Slowakisch mit deutschen Untertiteln. Die Untertitel wurden u.a. von Studierenden des Slowakisch-Lektorats in Berlin erstellt. Wann?  Donnerstag, 14.07.2016, 18.00 Uhr Wo?     Dorotheenstr. 65, 5.Etage,  Raum 5.57 Warum musste Ľudovít Štúr, der Kodifikator der slowakischen Sprache im 19. Jh., so jung sterben? Hatte er vielleicht Feinde? Oder beging er Selbstmord? Oder war es nur ein dummer Zufall?“ Anlässlich des diesjährigen Jahrestages seines Todes wurde eine filmische Rekonstruktion seines Lebens gedreht. Die Geschichte spiegelt nicht nur die Fakten aus seinem Leben, sondern auch das Geschehen im sog. Oberungarn wider.

Gastvortrag am Institut für Slawistik

Eine Gastvortrag am Institut für Slawistik von Joanna Błaszczak aus der europäischen Kulturhauptstadt Wrocław. Joanna Błaszczak (Universität Wrocław): „How much Past is there in the Periphrastic Future in Polish? Experimental evidence on the similarities and differences between infinitival and participial future constructions in Polish.“ Wann: Montag, den 11.07.2016, 16 Uhr c.t. Wo: Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin, Dorotheenstraße 65, Raum 5.57 Ohne Voranmeldung. Alle sind herzlich eingeladen!

Janina Szarek (Teatr Studio Berlin): Vortrag und Diskussion mit Schauspielstudierenden am 06.07.

Wann: Mittwoch, 06.07.2016 ab 12.15 Uhr Wo: Institut für Slawistik der Humboldt-Universität zu Berlin, Dorotheenstr. 65 (5. Stock), 10117 Berlin Prof. Janina Szarek, Leiterin der TRANSform-Schauspielschule und des Teatr-Studio am Salzufer, wird auf Einladung von Prof. Roland Meyer und Dr. Hanna Burkhardt über ihre Inszenierung des berühmten Stückes von Tadeusz Różewicz Eine alte Frau brütet sprechen. In dieser Inszenierung spielte sie auch die Titelrolle. Auf den Vortrag folgt eine Diskussion mit Studierenden der TRANSform-Theaterschule.

Filmabend: Ztraceni v Mnichově (Verloren in München) am 30.06.

  Filmsatire, Tschechische Republik 2015, 102 Min. Regie/Drehbuch: Petr Zelenka Sprache: tschechisch mit engl. Untertiteln   Wann?  Donnerstag, 30. 06. 2016, 18.00 Uhr Wo?     Dorotheenstr. 65, 5.Etage,  Raum 5.57   Die neueste Filmsatire von Petr Zelenka (Knoflíkáři, Příběhy obyčejného šílenství) hat 2016 den Preis der tschechischen Filmkritik für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch gewonnen. Sir P., der 90-jährige Papagei des früheren französischen Ministerpräsidenten Édouard Daladier, wird 2008 aus Anlass des 70. Jahrestag des Münchener Abkommens vom Direktor des Französischen Kulturinstituts nach Prag eingeladen. Der Vogel war 1938 dabei, als Hitler und Mussolini mit den Regierungschefs Großbritanniens und Frankreichs über die Zukunft der Tschechoslowakei verhandelten, und kann manch „wichtige“ historische Aussage wiederholen. Dem Journalisten Pavel gelingt die waghalsige Entführung des Papageis und die Veröffentlichung der Zitate, die einen internationalen diplomatischen Skandal verursacht. Der zweite Teil von Zelenkas Film handelt von fiktiven Dreharbeiten zum Film über Sir P. Die vom Produzenten angekündigte französische Beteiligung entpuppt sich als eine Täuschung, der Hauptdarsteller kann wegen einer Allergie auf Vogelfedern nicht mit einem echten Papagei drehen, am Set häufen sich die Katastrophen, die Filmemacher wissen nicht mehr, was sie eigentlich drehen wollten. Zelenka führt Stereotypen und Mythen über nationale Charaktereigenschaften und historische Geschehnisse vor, das historische tschechische Trauma verschmilzt mit dem Trauma eines unvollendeten Films und den persönlichen Ambitionen und inneren Dramen der Filmemacher.   Sie sind herzlich eingeladen! – Ihre Lektorinnen für Tschechisch und Slowakisch

Zusätzliche LV zur tschechischen & slowakischen Sprachwissenschaft am 27.-28.06.

Montag, den 27.06.: Doc. PhDr. Jana Marie Tušková (Masarykova univerzita Brno) Soziolinguistische Aspekte der Bildung weiblicher Familiennamen im Tschechischen 10.15-11.45 Uhr, DOR 65, Raum 5.76 Montag, den 27.06.: Doc. PhDr. Jana Marie Tušková (Masarykova univerzita Brno) Entwicklungstendenzen des tschechischen morphologischen Systems (mit zahlreichen Beispielen) 12.15-13.45 Uhr, DOR 65, Raum 5.76 Dienstag, 28.06.: Doc. PhDr. Jana Marie Tušková (Masarykova univerzita Brno) Entwicklungstendenzen des tschechischen morphologischen Systems (mit zahlreichen Beispielen) 8.30-10.00 Uhr, DOR 65, Raum 5.76 Die LV (Vorträge mit Übungen) finden in tschechischer Sprache statt. Dienstag, 28.06.: Prof. Dr. Pavol Odaloš (Univerzita Mateja Bela Banská Bystrica) Kommunikation und Manipulation in der slowakischen Werbung 10.15-11.45 Uhr, DOR 65, Raum 5.42 Der Vortrag findet in slowakischer Sprache statt. Zu den Veranstaltungen sind alle Interessierten herzlich eingeladen!