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Archiv für Kategorie Westslawistik in Berlin

Cz/Sk Filmabend: Ztraceni v Mnichově (Verloren in München) am 30.06.

Reihe „Tschechischer und Slowakischer Film“

 

Ztraceni v Mnichově (Verloren in München)

Filmsatire, Tschechische Republik 2015, 102 Min.

Regie/Drehbuch: Petr Zelenka

Sprache: tschechisch mit engl. Untertiteln

 

Wann?  Donnerstag, 30. 06. 2016, 18.00 Uhr

Wo?     Dorotheenstr. 65, 5.Etage,  Raum 5.57

 

Die neueste Filmsatire von Petr Zelenka (KnoflíkářiPříběhy obyčejného šílenství) hat 2016 den Preis der tschechischen Filmkritik für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch gewonnen. Sir P., der 90-jährige Papagei des früheren französischen Ministerpräsidenten Édouard Daladier, wird 2008 aus Anlass des 70. Jahrestag des Münchener Abkommens vom Direktor des Französischen Kulturinstituts nach Prag eingeladen. Der Vogel war 1938 dabei, als Hitler und Mussolini mit den Regierungschefs Großbritanniens und Frankreichs über die Zukunft der Tschechoslowakei verhandelten, und kann manch „wichtige“ historische Aussage wiederholen. Dem Journalisten Pavel gelingt die waghalsige Entführung des Papageis und die Veröffentlichung der Zitate, die einen internationalen diplomatischen Skandal verursacht. Der zweite Teil von Zelenkas Film handelt von fiktiven Dreharbeiten zum Film über Sir P. Die vom Produzenten angekündigte französische Beteiligung entpuppt sich als eine Täuschung, der Hauptdarsteller kann wegen einer Allergie auf Vogelfedern nicht mit einem echten Papagei drehen, am Set häufen sich die Katastrophen, die Filmemacher wissen nicht mehr, was sie eigentlich drehen wollten. Zelenka führt Stereotypen und Mythen über nationale Charaktereigenschaften und historische Geschehnisse vor, das historische tschechische Trauma verschmilzt mit dem Trauma eines unvollendeten Films und den persönlichen Ambitionen und inneren Dramen der Filmemacher.

 

Sie sind herzlich eingeladen! – Ihre Lektorinnen für Tschechisch und Slowakisch

28. Juni 2016 | Veröffentlicht von Roland Meyer

Lesung und Gespräch mit Arnošt Goldflam

Einladung zu einem Abend mit

Arnošt Goldflam

Goldflam_2010

Wann: Donnerstag, 19.5. 2016, 19 Uhr

Wo: Tschechisches Zentrum Berlin, Wilhelmstraße 44 / Eingang Mohrenstraße

In LesungGespräch und Filmausschnitten stellt Dora Kaprálová Arnošt Goldflam vor, einen der bekanntesten tschechischen Theaterregisseure und Dramatiker, der seit den 1980er Jahren auch als Film- und Fernsehschauspieler arbeitet und seit 2007 Professor für dramatische Kunst an der DAMU (Prag) ist. Weniger bekannt ist, dass Arnošt Goldflam (*1946) seit einigen Jahren auch Prosa schreibt. Auch in seinen Kurzgeschichten scheint aber der Theatermacher mit seinem Sinn für Groteskes und mit schwarzem Humor durch. Er schreibt von der Unsicherheit in der Kindheit und der Ratlosigkeit der Erwachsenen, von Vätern und ihrer abgelehnten aber nie endenden Autorität, von der Einsamkeit, die mit Versuchen in der Liebe oder Ehe nur weiter wächst. Ein Abend in deutscher und tschechischer Sprache, veranstaltet vom Fachgebiet Westslawische Sprachen der Humboldt-Universität in Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum Berlin.

Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein.

 

 

Když známý český dramatik, herec a režisér AG začne psát prózu

Arnošt Goldflam se narodil roku 1946 v Brně v židovské rodině, žije v Praze. Je jedním z předních českých divadelních režisérů, herců a dramatiků. Počátky jeho tvorby jsou spojené s českou alternativní divadelní scénou – konkrétně s prostějovským, později brněnským HaDivadlem, v němž se stal kmenovým režisérem a autorem mnoha úspěšných představení.

V 80. letech začal být obsazován do menších filmových a televizních rolí. Největší ohlas měly role ve filmu Dědictví aneb Kurvahošigutntag a Lustiga ve snímku Lotrando a Zubejda. V Německu i Rakousku bylo inscenovaných několik jeho divadelních her. Spolupracoval pravidelně s českou televizí v cyklu “Za dveřmi je A.G.”, vydal čtyři knihy pro děti. Režíruje a učí režii na JAMU a DAMU, kde je profesorem pro obor dramatická umění byl jmenován roku 2007.

Méně se ví, že Arnošt Goldflam se poslední roky čím dál razantněji profiluje jako svébytný prozaik pro dospělé. Jeho tři povídkové knihy (nakladatelství Sefer) v sobě nezapřou autorské rysy divadelního rukopisu: smysl pro grotesku, černý humor i báchorkovou laskavost.  Píše o nejistotě dětství a bezradnosti dospělého věku, o otci a jeho odmítané i nikdy nekončící autoritě, o osamělosti, která se jen prohlubuje při pokusech o lásku či manželství. A také o židovském osudu na Moravě, který je v příbězích vždy v nějaké podobě přítomen.

Právě tuto část z autorovy tvorby bychom rádi představili. Především knihu: Tata a jeho syn, jejichž protagonistou je autorův otec a kde AG zachycuje zejména padesátá a šedesátá léta v Brně, atmosféru čerstvě instalovaného komunistického režimu a situaci jedné židovské rodiny.

(Diváci z řad bohemistů HU si kromě toho budou moci odnést i německý překlad Goldflamovy divadelní grotesky: U Hitlera v kuchyni, z níž autor přečte ukázku v němčině i češtině.)

DORA KAPRÁLOVÁ

11. Mai 2016 | Veröffentlicht von Roland Meyer
Veröffentlicht unter Veranstaltungen, Westslawistik in Berlin

Vortrag von Dr. Grzegorz Bębnik (Polnisches Institut für Nationales Gedenken): „Polnische Hilfe für Juden zur Zeit des Zweiten Weltkrieges“

aus Anlass der Eröffnung des Museums der Polen, die im Zweiten Weltkrieg Juden retteten in Markowa (Karpatenvorland, Polen).

am 18. März 2016 um 16.00 Uhr
im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin

Unter den Linden 6, 10117 Berlin.

Um Anmeldung wird bis zum 16. März 2016 an berlin.amb.event@msz.gov.pl gebeten.

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14. März 2016 | Veröffentlicht von Roland Meyer

Studia podyplomowe języka polskiego an der HU

Am 13.3.2016 endet die postgraduale Zusatzausbildung in polnischer Sprache und Kultur unter Leitlogoung der Uniwersytet Śląski w
Katowicach, die wir seit drei Semestern an unserem Institut beherbergen durften. Gefördert wurde das Programm durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Wir danken den lieben KollegInnen aus Katowice, vor allem Frau dr Aleksandra Achtelik und Prof. Jolanta Tambor für die gute Kooperation und freuen uns auf eine Fortsetzung! Hier einige Fotos …

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3. Februar 2016 | Veröffentlicht von Roland Meyer

Deutsch-polnisches Projekt CelLin startet (DFG/NCN „Beethoven“)

Das Projekt CelLin: The Polish Dative as a Test Case for Linguistic Theory (DFG/NCN „Beethoven“-Programm) ist zum 1.1.2016 gestartet. Mitarbeiterin in Berlin ist Aleksandra Gogłoza, Projektleiter Roland Meyer. Hier die euphorische Meldung unserer Partner in Poznań, Prof. Dr. Jacek Witkoś, Dr. Katarzyna Miechowicz-Mathiasen und Paulina Łęska. Und hier geht es zum CelLin-Projektblog.

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2. Januar 2016 | Veröffentlicht von Roland Meyer
Veröffentlicht unter Chronik, Westslawistik in Berlin

Tagung: Tschechische Sprache im Exil

Am 4.-5.12.2015 fand im Roten Rathaus in Berlin der Workshop „Tschechische Sprache im Exil“ statt. Er war  der Sprache czexil_logotschechischer Exilanten-Communities in Geschichte und Gegenwart gewidmet. Im historischen Teil standen die hussitischen „Exulanten“ im Mittelpunkt, deren Nachfahren heute noch im „Böhmischen Dorf“ in Berlin-Neukölln leben. Im
modernen Teil ging es um aktuelle Situationen des Exils, der Sprachinseln und des Sprachkontakts, und zwar anhand europäischer und US-amerikanischer (ehemals) tschechischer Communities.

Der Workshop wurde durch das Strategische Netzwerk zentraleuropäischer Universitäten CENTRAL und die Stadt Berlin gefördert. Wir danken CENTRAL und der Berliner Senatskanzlei für die große Unterstützung!

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6. Dezember 2015 | Veröffentlicht von Roland Meyer

Tagung: Die deutsche Nationalbewegung und ihr Widerhall in der Slowakei – von Ján Kollár bis Ľudovít Štúr

Im Jahr 2015 feierte die Slowakische Republik den 200. Geburtstag Ľudovít Štúrs (1815-1856), des Schöpfers der modernen slowakischen Standardsprache. Aus diesem Anlass organisierte das Fachgebiet Westslawische Sprachen der Humboldt-Universität gemeinsam mit der Botschaft der Slowakischen Republik und dem Slowakischen Institut in Berlin am die Konferenz Die deutsche Nationalbewegung und ihr Widerhall in der Slowakei – von Ján Kollár bis Ľudovít Štúr“. Stur-Logo

Schwerpunkt war die sprachwissenschaftliche und literaturwissenschaftliche Bedeutung von Štúrs Werk sowie der Einfluss geistesgeschichtlicher Strömungen der deutschen Nationalbewegung des frühen 19. Jh. auf die slowakischen Intellektuellen jener Zeit, von denen viele damals an deutschen Universitäten studierten. Neben Štúr trifft dies auch auf Ján Kollár (1793-1852) zu, Štúrs um einige Jahre älteren Gegenpol in der Auseinandersetzung um eine selbständige slowakische Schriftsprache.

Wir danken der Slowakischen Botschaft und dem Slowakischen Institut Berlin für ihre große Unterstützung!

Ein Konferenzband befindet sich in Vorbereitung und wird in der Reihe westostpassagen (Olms Verlag) erscheinen.

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27. Oktober 2015 | Veröffentlicht von Roland Meyer