Bratislava multilingual: gestern und heute

Slowakischer Germanist Jozef Tancer untersuchte die Multilingualität von Bratislava, einer europäischen Hauptstadt, die sich in einem Dreiländereck befindet – Slowakei, Österreich, Ungarn. Wenn am Anfang des 20. Jahrhunderts in Pressburg bzw. Bratislava oft eine gelebte alltägliche Multilingualität von vier Sprachen (+Tschechisch) herrschte, so sieht es heute im 21. Jahrhudert anders aus. Zum Slowakischen kommen andere Sprachen nicht aus dem Alltag, sondern auch der Schule bzw. der Universität hinzu. Je gebildeter also, desto mehr Sprachen beherrschen die Einwohner von Bratislava. Mit Englisch als einen essenziellen Teil der Bildung hat sich heute auch die Sprachenkonstellation verändert. Mehr dazu im Deutschlandfunk.

Deutsch-tschechischer Journalistenpreis 2017: Dora Kaprálová doppelt ausgezeichnet

Gesprächsrunde mit den PreisträgerInnen am  27.02.2017 im Tschechischen Zentrum Berlin.  Dora Kaprálová wurde beim deutsch-tschechischen Journalistenpreis 2017 in zwei Kategorien ausgezeichnet: für ihr Rundfunk-Feature „Alenka v říši divů, aneb má cesta za uprchlíky“ (Alice im Wunderland oder meine Reise zu den Flüchtlingen) sowie mit dem Milena Jesenská-Sonderpreis für ihren Text „Lajkujte mně a smrt se vám vyhne“ (Liket mich und der Tod wird Euch ausweichen). Dora Kaprálová schreibt als freie Mitarbeiterin unseres Fachgebietes den Blog „Kommentare der Dora K.“ und moderiert die Veranstaltungsreihe „České slovo – Tschechische WortSchätze“. Der Blog und die tschechischen Lesungen werden von unseren Studierenden unter Anleitung der Lektorin Denisa Lenertová ins Deutsche übersetzt.  

Polnische Szene Berlins wächst und wird hip

Berlin – das New York Europas… …dieser Meinung sind auch junge Polen, die es nach Berlin zieht. Momentan entstehen immer mehr polnische Geschäfte und Lokale in angesagten Bezirken Berlins. Dabei sind es nicht die Tante-Emma-Lebensmittelgeschäfte, sondern z.B. polnische Designermode in Mitte oder polnisches Streetfood (auch Pierogi genannt) im Prenzlauer Berg. Mit der Stadt wächst auch ihre Sprachen- und Kulturenvielfalt. Die polnische Hipster-Szene Berlins hat Spiegel-Online genauer unter die Luppe genommen.

Die eigene Pro­duk­ti­vität steigern

Das Internet ist voll von Tipps und vor allem Software-Empfehlungen, die dazu dienen sollen, die eigene Produktivität in der wissenschaftlichen Arbeit zu steigern. Die Webseite http://plaintext-productivity.net geht einen völlig puristischen und unspektakulären, aber konzeptuell glasklaren Weg: Mit klug und systematisch angelegten Textdateien und einem sehr guten Allzweck-Texteditor ohne weiteren Schnickschnack. Auch wenn man sich vielleicht etwas mehr Komfort wünscht, die grundlegenden Tipps von dieser Seite bieten eine sehr gute Orientierung. Wie der Autor Michael Descy schreibt: „If you like or dislike my work here, you may want to understand the principles behind it.“

Czechia…? Czech Republic!

Im Mai 2016 berichteten wir über den neuen englischen Namen der Tschechischen Republik – Czechia. Nun, nach einem halben Jahr hat The Guardian die Billanz über die Popularität des Namens gezogen und sie ist null. Vor sechs Monaten war der tschechische Präsident Miloš Zeman einer der prominentesten Verfechter dieser Neueinführung, der auch, wie es scheint, sie seitdem konsequent in seinen englischsprachigen Reden verwendete. Mit ihm beginnt und endet jedoch die Liste der aktiven Czechia-Benutzer, wobei auch er – der tschechische Präsident, auf seiner Webpräsenz nichtsdestotrotz Czech Republic schreibt, wie The Guardian berichtet: “Czech authorities continue to use the term Czech Republic on official correspondence and English-language websites, including Zeman’s presidential site.” Vor einem halben Jahr prophezeite Zeman das Ende des Namens Czech Republic und den Anfang der neuen Ära der Czechia. Damit lag er wohl falsch. Nicht nur die Tschechen selbst, sondern auch die Weltöffentlichkeit, halten am „alten“ Namen fest. Die Tschechische Republik – Czech Republic – Česká republika, die mit so viel Geschichte und Bedeutung (die Erste Republik, Prager Frühling etc.) verbunden ist, kann doch nicht so einfach ersetzt werden, auch wenn der Präsident es für nötig hält.

Cash für Tschechisch

Wer in der bayerischen Region Oberpfalz Tschechisch lernen möchte, bekommt dafür einen Zuschuss von 40 Euro. Das Angebot richtet sich an verschiedene Zielgruppen – es gibt Vormittags- und Nachmittagskurse, intensiven und extensiven Sprachunterricht. Aber nur wer Anfänger ist, bekommt Cash. Um jedoch Tschechisch zu lernen, muss es nicht zwingend Bayern sein, auch an der Humboldt-Universität ist es möglich – im Bachelor, Master, als Sprachkurs am Institut für Slawistik oder im Sprachenzentrum der HU. Wählt eine der vielen Möglichkeiten!

Mehr CZ & PL in Sachsen

Der frühe Spracherwerb ist für die Grenzregionen eine große Chance, so Regina Gellrich von der Sächsischen Landesstelle für frühe nachbarsprachige Bildung. Momentan gibt es in etwa 50 Kitas und 20 Grundschulen in der sächsischen Grenzregion Tschechisch- und/oder Polnischunterricht. Dies soll ausgebaut werden, damit auch deutsche Kinder aus der glücklichen geografischen Lage ihrer Region Vorteile für ihre Zukunft schlagen können. Mehr dazu hier. PS: Auf der Webseite der Landesstelle für frühe nachbarsprachige Bildung gibt es mehr Informationen zu Tschechisch und Polnisch in Sachsen. Darunter auch eine Karte, die zeigt, wo es die Sprachen genau zu lernen gibt.

Amazon.de setzt auf Polnisch

Seit gestern steht die Webseite Amazon.de auch auf Polnisch zur Verfügung. Hilfe- und Kontoseiten, Versand- und Bestellbestätigungen sowie Kundenservice per Telefon oder E-Mail – das alles funktioniert jetzt auch auf Polnisch. Die Neueinführung richtet sich nicht nur an die Polnischsprecher_innen in Deutschland, sondern auch auf den polnischen Markt selbst. Nun können Bestellungen auch aus Polen angenommen und ab einem Bestellwert von 39 Euro kostenlos geliefert werden. Polnisch ist auf Amazon.de nach Niederländisch und Englisch die dritte Fremdsprachenoption und die erste slawische Sprache. Die Neuerung erweitert nicht nur den Markt von Amazon Deutschland, sondern auch den Arbeitsmarkt für Polnischsprecher_innen, denn von ihnen wird Amazon mehr und mehr brauchen, damit die Erfolgsgeschichte des Unternehmens auch in Polen fortgesetzt wird. Mehr dazu hier.

Bertelsmann sucht DICH! Werde Top-Manager

Bertelsmann startet ein neues Trainee-Programm: Bertelsmann Creative Management Program. Zu Bertelsmann Corporate gehören solche Unternehmen wie das Gruner + Jahr Verlag, RTL Group, das Musiklabel BMG, Bertelsmann Printing Group, Penguin Random House und viele andere. Durch das Programm wird das unerkannte Potential der Geisteswissenschaftler in der Wirtschaft erkannt und umgesetzt, denn Bertelsmann hat bereits eine lange Erfahrung mit human scientists – mit ihnen sind die Spitzenpositionen innerhalb der Bertelsmann Corporate und ihrer Tochterunternehmen besetzt. Du bist: Geisteswissenschaftler_in mit einem Masterabschluss Du bekommst: einen bezahlten Einstieg in das Top-Management Dauer: 20 Monate Beginn des Programms: April 2017 Bewerbungsfrist: bis zum 13. November 2016 Zur Bewerbung.

Tschechoslowakei reloaded

Die multimediale kritische Plattform Socialism Realised zeigt die Geschichte der Tschechen und Slowaken in den Jahren 1948-1989. Dabei bedient sich die Website mit Film- und Zeitungsausschnitten, privaten Briefen und Fotografien. In dem Katalog des Webauftritts werden dadurch Themen wie Ideologie, Alltag, Bildung, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft in einem einleuchtenden Überblick verarbeitet und der Zugang zum Vergangenen erleichtert. Ein gemeinsames Projekt von Europe For Citizens Programm of the EU und D-21: Dějepis v 21. století.  Zur Plattform.

Willst du Staatsanwalt werden? Lerne Polnisch!

Polnischkenntnisse gehören seit langem zu gefragten Kriterien für die Einstellung bei der Polizei. Sogar polnische Staatsbürger, die Deutsch können, werden von der deutschen Polizei ausgebildet. Nun ist Polnisch auch in den höchsten deutschen Ämtern gefragt – der brandenburgische Justizminister Stefan Ludwig soll laut der Märkischen Allgemeinen in Zukunft verstärkt darauf achten, dass neue Staatsanwälte auch Polnisch können. Zum Artikel.

Brücken bauen mit Sprachen

Frankfurter Neue Presse und die Nassauer Neue Presse berichten über den Alltag der deutsch-polnischen sowie der deutsch-russischen bilingualen Schüler_innen im hessischen Limburg. Die Grundschüler_innen erzählen von ihren Erfahrungen in ihrem zweisprachigen Umfeld. Auch wenn sie am ertsen Tag in der Kita oder bei der Einschulung noch sprachliche Probleme hatten, so lernten sie Deutsch sehr schnell und beherrschen heute beide Sprachen auf muttersprachlichem Niveau und bauen damit Brücken zwischen Kulturen und damit auch zwischen Ländern. So liest z.B. der 14-jährige in Deutschland geborene Patryk ein Buch über den amerikanischen Nirvana-Frontman Curt Cobain auf Polnisch… warum auch nicht:) Zum ganzen Artikel geht es hier entlang. Wie funktioniert Biligualität richtig? Was müssen Sprecher_innen/Lehrer_innen/Eltern/Erzieher_innen beachten? Diese und viele andere Fragen beantwortet euch z.B. das Masterstudium der Slawischen Sprachen an unserem Institut. Mehr erfahrt ihr hier.